Papierlos die eigenen Finanzen mangenen und so mehrere Tage pro Jahr einsparen

Papierlose Banking-Lösungen können das Leben erleichtern, einen 24/7 sicheren Zugang zum Konto gewähren und eine hohe Zeitersparnis bedeuten. Welche Optionen es für Privatpersonen und Geschäftskunden gibt, erklären wir in diesem Artikel.

Wir kennen alle noch die Zeiten, in denen man für simple Aktionen, wie den eigenen Kontostand abfragen, in die nächste Filiale der eigenen Bank gehen musste. Dieses Kapitel ist zum Glück abgeschlossen. Die meisten Retailbanken bieten seit langem Online-Banking an, das neue Prozesse hervorgebracht hat, die direkter, bequemer und eben papierlos sind. Dank Online-Banking braucht man nicht mal mehr für die Eröffnung eines Girokontos in die Filiale gehen, sondern kann das mühelos von zu Hause erledigen. Innerhalb von zwei Wochen kommen die persönlichen Zugangsdaten und die Bankkarte per Post ins Haus und los gehts: Loggst du dich als Privatkunde via das Online-Portal oder die Smartphone-App deiner Bank in dein Konto ein, bekommst du dort einen zeitnahen Überblick über die Bewegungen auf deinem Konto, kannst Belege und Kontoauszüge als PDF herunterladen, die zuvor in Papierform versandt oder in der Filiale ausgedruckt werden mussten, und kannst Überweisungen schnell und beleglos tätigen, anstatt Papier-Überweisungen in einer Filiale abzugeben.

Neo-Banken bieten Banking nur via App für Smartphone-User

Neben diesen Online-Angeboten herkömmlicher Retailbanken gibt es seit einiger Zeit einige Banking-Anbieter, die “Pure Digital Players” sind, also rein digital aufgestellt ohne Filialgeschäft, zum Beispiel N26 oder die fidorbank. Deren Banking-Angebote für Privatkunden sind ausschließlich via App für Smartphone-Nutzer verfügbar und gestalten die Kontonutzung so einfach und papierlos wie möglich. Schon die Anmeldung und Legitimation für ein Girokonto funktionieren hier sehr viel schneller – teilweise in unter einer halben Stunde –  via Video-Chat. Neben den normalen Kontoeigenschaften, wie papierlose Zahlungsmöglichkeiten und Einblick in den Kontostand, kann der Nutzer sogar papierlos investieren und direkt in der App einen Dispokredit abschließen. Einige dieser Unternehmen bieten zudem für die Bankenwelt ganz neue Zusatzfunktionen an: Mit der N26 App und der Fidor Smart Banking App hat der Privatkunde zum Beispiel die Möglichkeit, Geld schnell an Freunde und Bekannte per Email zu überweisen.

Und wie sieht es aus, wenn man Unternehmer ist und neben dem privaten Girokonto noch ein separates Geschäftskonto führen will? Unternehmer haben einen hohen Verwaltungsaufwand in Sachen Finanzen und müssen viel überblicken. Hier geht es um Rechnungsstellung, Einnahmen-Ausgaben-Überblick, Sortieren von Belegen, Buchhaltung, Steuer und mehr. Um viele administrative Arbeitsschritte also, die Privatkunden nicht zu erledigen haben. Bei der Auswahl eines Geschäftskontos ist es deshalb sinnvoll, darüber nachzudenken, ob und wie papierlose Lösungen helfen können, diesen Aufwand zu reduzieren und so die eigene Effizienz zu steigern.

Traditionelles Firmenkundengeschäft: höherer Verwaltungsaufwand trotz des im Vergleich zu Privatkonten höheren Entgelts

Das Firmenkundengeschäft herkömmlicher Banken ist auf Konten spezialisiert, die nicht auf den Inhaber, sondern auf den Unternehmensnamen lauten. Konten für größere Unternehmen also, die eine eigene Geschäftsfähigkeit besitzen. Der Registrierungsprozess ist dementsprechend mühsam und der bürokratische Aufwand setzt sich fort. Da Firmen in der Regel größere Darlehensbeträge als Privatleute benötigen, tritt auch bei der Beantragung von Dispokrediten für diese Konten automatisch ein aufwendiger Anmeldeprozess in Gang. Da die Annahme ist, dass die Zahl der Buchungen auf einem Geschäftskonto meist größer als auf einem Privatkonto ausfällt, fallen neben einer monatlichen Grundgebühr für ein Geschäftskonto zusätzliche Gebühren pro Buchung an – beleglos oder beleghaft. Denn viele Banken sehen immer noch einen Teil ihres Geschäfts in Überweisungen mit einem Überweisungsformular in Papierform – vielleicht, weil es Unternehmen gibt, die weiterhin viel mit Bargeld zu tun haben, wie z.B. Handwerker. Einige große traditionelle Banken, wie die Commerzbank, haben ihr Firmen-Angebot mittlerweile schon digitalisiert und bieten Zugänge zu Online- und Mobile-Banking für Geschäftskonten an, inklusive schneller Registrierung. Diese spiegeln allerdings nur die normalen Banking-Funktionen. Insgesamt haben wir hier also eine Situation von: weniger digitale und papierlose Funktionen als für Privatleute bei gleichzeitig höheren Entgelten.

Mobile-First-Ansatz erstmals auch für Geschäftskunden

Einen anderen Ansatz hingegen verfolgen einige neue FinTech-Anbieter, die den Mobile-First-Ansatz der Smartphone-Banken vom Privatgeschäft in den Bereich der B2B-Kunden bringen. Anbieter wie Kontist, N26 Business oder Holvi bieten spezielle Geschäftskonten nur für Selbständige, Freelancer und Kleinunternehmer. Sie verzichten auf die klassische SCHUFA-Auskunft und ermöglichen selbst Geschäftskunden einen leichten und schnellen Einstieg mit einer Kontoeröffnung per Video-Call. Auch die Verifizierung der Unternehmensdaten verlangt dabei keine Papierarbeit und lässt sich innerhalb von Minuten komplett mobil abwickeln. Kunden haben über eine Smartphone-App Zugang zu ihren Konten und können sicher und von überall mithilfe eines Passworts oder einen digitalen Signatur, z.B. TouchID, auf ihr Geschäftskonto zugreifen. Durch die Einsparung der Filialen können auch die Kontoführungsgebühren eingespart werden – dieser Vorteil wird an die Geschäftskunden weitergegeben.

Kontist bietet erste virtuelle Mastercard für Geschäftskunden

Kein lästiges Einloggen in die App oder ins Online-Banking für die Kontoauskunft – der Kunde wird via Push-Benachrichtigung über jeden Zahlungseingang und -ausgang sofort in Echtzeit informiert. Ebenso gibt es bei geschäftlichen Ausgaben per Bankkarte kein Warten auf die Kreditkarten-Sammelrechnung am Ende des Monats mehr, auch hier wird der Benutzer sofort in Echtzeit über jede Ausgabe benachrichtigt. Die Bestellung von Bankkarten selbst erfolgt dabei papierlos direkt in der App. Kontist bietet seit kurzem zudem die erste virtuelle Mastercard für Geschäftskunden in Deutschland an, die standardmäßig Teil seiner Konto-App ist. So müssen Geschäftskunden keine Plastikkarten in ihrem Geldbeutel mehr mit sich herumtragen und die virtuelle Karte kann nicht gestohlen werden.

Wenn Fragen aufkommen, kann sich der Firmenkunde bei diesen Anbietern viel direkter an seinen Bankpartner wenden, als es bei herkömmlichen Geschäftsbanken der Fall ist. Statt in Briefform geht das Kommunizieren direkt in der Banking-App via Chat. Das ist nicht nur zeitlich praktisch und administrativ unaufwendig, sondern schafft auch mehr Nähe, als wenn man jedes Mal einen Termin in der Firmenkunden-Filiale arrangieren muss.

Dank Integration von Banking & digitaler Buchhaltung wird Kontoverwaltung sofort verbucht

Praktisch an den Angeboten dieser Smartphone-Banking-Anbieter für Geschäftskunden ist zudem die Flexibilität, mit der Apps weiterentwickelt werden können. Das digitale System erlaubt es, flexible Integrationen mit anderen digitalen Partnern zu kreieren und Daten auszutauschen.

Holvi und Kontist haben ihre Systeme jeweils so aufgebaut, dass Kunden ihre digitalisierte, papierlose Buchhaltung in ihre Kontoführung integrieren können. Durch die Integration mit einer Buchhaltungssoftware wie z.B. Debitoor oder FastBill können Rechnungen direkt aus dem Geschäftskonto als “bezahlt” markiert werden. Der mühsame, zeitverzögerte Abgleich von Zahlungseingängen und Rechnungen per Hand fällt weg.

Echtzeit-Steuereinschätzung bei jeder Transaktion

Bei Kontist berechnet das smarte Geschäftskonto zudem automatisch die Umsatz- und Einkommensteuerlast auf eingehende Einnahmen und legt sie auf virtuelle Unterkonten beiseite. Das ist besonders für diejenigen wichtig, die volatile Rechnungseingänge haben und dabei nicht vergessen dürfen, am Ende des Jahres genug Geld für ihre Steuer zurückgelegt zu haben. Bislang war es nur möglich, diesen Überblick mit Hilfe von Excel-Sheets oder eben dem Steuerberater hin zu bekommen – dann aber meist erst am Ende des Jahres.

Holvi hat darüber hinaus ein Tool zur papierlosen Rechnungsstellung in sein Geschäftskonto integriert. Es lässt Kunden aus dem System heraus Rechnungen von jedem Ort und von jedem Rechner aus schreiben.

Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis diese digitalen, papierlosen Banking-Angebote auch mittelgroßen Unternehmen zur Verfügung stehen werden. Für Selbständige und Freelancer kann ein Mobile-First Geschäftskonto eines dieser FinTech-Anbieter den anfallenden Arbeitsaufwand in der Finanzorganisation bereits jetzt schon spürbar reduzieren.

 

 

 

 

Inga Clausen

Inga Clausen

Gastautorin | Marketing und Corporate Communications bei Kontist
Kontist ist nicht eine von diesen unglaublich verrückten Ideen, die irgendwann unter der Dusche wie eine schillernde Seifenblase auftauchen und schneller wieder zerplatzen als sie entstanden sind...

Kontist ist ganz einfach die Lösung zu einem handfesten Problem: Für Selbstständige in Deutschland gibt es bisher keine speziell auf sie zugeschnittenen Banking-Angebote.
Inga Clausen

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