Six Sigma findet dabei Anwendung in verschiedenen Bereichen des Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagements. Ein besonderes Auge werfen wir hierbei im Bereich des Projektmanagements. Jeder von uns hat Projekte die er verfolgt oder verfolgen möchte, doch nur die wenigsten machen sich einen Kopf um den Prozess dahinter.

Um euch für eure laufenden und künftigen Projekte eine effiziente Methode zur Durchführung an die Hand zu geben stellen wir euch heute den Workflow hinter Six Sigma vor.

Was sind die Ursprünge von Six Sigma?

Geprägt wurde Six Sigma erst durch Jack Welch, welcher mit Hilfe der Methode große Erfolge in seiner damaligen Firma General Electric erzielen konnte. Im Jahr 1996 konnte Jack Welch im Bereich der Fertigungsindustrie die Prozesse optimieren und somit den Ablauf und die Qualität nachhaltig verbessern.

Aus dem Bereich der Fertigungsindustrie stammt die Methode zwar, wurde aber im Laufe der Zeit auch in andere Branche übernommen und entsprechend angepasst. So findet Six Sigma heutzutage vermehrt in der Dienstleistungsbranche Anwendung.

Um die Jahrtausendwende wurde Six Sigma erstmalig grundlegend überarbeitet. Zu dieser Zeit wurde Six Sigma mit dem Lean Management zusammen gebracht um eine schlankere und effizientere Form der bisherigen Methode zu erschaffen. Daraus ist der Begriff und die Methodik des Lean Sigma entstanden.

Wie kommt Six Sigma in Unternehmen vor?

Da Six Sigma als Methode zur Optimierung bestehender Prozesse und somit zur Verbesserung des Projektmanagements eingesetzt wird, treten die sogenannten Verbesserungsexperten in Unternehmen auf.

Es gibt verschiedene Ränge in der Hierarchie von Six Sigma, welche sich an den Rangkennzeichen klassischer, japanischer Kampfsportarten orientieren. Der bekannteste und zugleich höchste Rang des Six Sigma ist der Black Belt womit man als Experte in Unternehmen für die Optimierung der Arbeitsabläufe auftreten kann.

Der Kern hinter Six Sigma – Der DMAIC Prozess

Die Six Sigma Methode wird in im Kern in 5 Prozessschritte unterteilt. Der Kernprozess mit dem Titel DMAIC wird im folgenden erläutert.

1. Define (dt. definieren)

In diesem ersten Schritt wird der zu verbessernde Prozess ausfindig gemacht. Als nächstes wird der Prozess dokumentiert mitsamt der Probleme die aktuell bestehen und dem zu erreichendem Ziel, welches gewünscht wird.

2. Measure (dt. messen)

Im zweiten Schritt wird die Größe des Problems gemessen. Dafür werden die KPI‘s (die Kennzahlen des Unternehmens) des Kunden benötigt um so nachvollziehen zu können anhand welcher Messkriterien der Prozess erfasst wird. All diese Informationen werden in einem Datensammlungsplan niedergeschrieben.

3. Analyze (dt. analysieren)

Um nun das Problem beziehungsweise die Fehlerquelle des Prozesses ausfindig zu machen muss der gesamte Prozess in einem Prozessbaum detailliert abgebildet werden.

4. Improve (dt. verbessern)

Nach der vorangegangenen Dokumentation muss nun überprüft werden, ob es eine Möglichkeit zur Verbesserung des Prozesses gibt. Zudem muss überprüft werden ob diese Lösung zufriedenstellend entwickelt werden kann.

Es muss nun ein Plan zur Überarbeitung des Prozesses entworfen werden um die Änderung erfolgreich anzustoßen. Als nächstes muss mit dem neuen Prozess ein Pilotprojekt durchgeführt werden um den neuen aktualisierten Prozess im Einsatz zu erleben. Bei erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes kann der aktualisierte Prozess flächendeckend ausgerollt werden.

5. Control (dt. kontrollieren)

Im letzten Schritt noch ein endgültiger Plan entworfen um nachfolgende Kontrollen festzusetzen und sicherzustellen.

In dem Kontrollplan muss festgehalten werden wie der Prozess ausgeführt und angewendet wird um so die zukünftige Optimierung sicherzustellen. Zudem muss im Kontrollplan eine Projekterfolgsberechnung hinterlegt werden womit die auszuführende Prozess auf seine Effizienz überprüft werden kann.

 

Wie kannst du nun deine Projekte optimieren?

Für gewöhnlich entstehen Projekte, weil du ein Ziel hast. Eine klare Vision davon was du haben willst oder wo du hin möchtest.

Nehmen wir folgendes Beispiel:

Du bist Blogger und möchtest dein Blog größer machen. Allerdings gelingt dir das nicht wirklich weil die Besucher ausbleiben. Nun kannst du natürlich anfangen zu mutmaßen wo da Problem liegt.

  • Vielleicht ist dein Schreibstil nicht gut?
  • Das Thema spricht niemanden an?
  • Dein Blog sieht nicht gut aus?

Du siehst es gibt eine Menge und noch viele weitere Fragen die man sich stellen könnte. Ist es nicht aber sinnvoller mit Hilfe von Six Sigma deinen gesamten Bloggingprozess einmal zu visualisieren und anschließend zu analysieren, an welcher Stelle eventuelle Probleme bestehen?

Anhand eines Flussdiagramms kannst nun also deinen gesamten Prozess verbildlichen und dann Schritt für Schritt anfangen diesen zu optimieren.

Du solltest dir zur Qualitätskontrolle einen festen Termin eintragen, an dem du deine Prozesse und Fortschritte überprüfst. Je nach Fortschritt oder Rückgang kannst du so entsprechend schnell agieren und deine Prozesse wieder anpassen.

Viel Erfolg für deine zukünftigen Projekte wünscht dir

dein Paperless Pioneers Team

Merlin Mechler
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Merlin Mechler

Blogger & Berater bei Merlin Mechler
Ich helfe jungen Start-Ups und Entrepreneuren groß zu werden, indem ich bei der Etablierung der Marke unterstütze und im gesamten Business Developement Prozess als Beratender Coach beiseite stehe.
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